Buch der 1000 Bücher
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Der Begriff Angst
OT Begrebet Angest OA 1844 DE 1963Form Sachbuch Bereich Philosophie
Die Schrift, erstmals unter dem Pseudonym Virgilius Haufniensis erschienen, ist ein direkter Angriff auf die herrschende hegelsche Philosophie, in der Søren Kierkegaard keinen Platz für das Schicksal des Einzelnen sieht.
Inhalt: Für Kierkegaard macht die Möglichkeit zum Handeln und zur Freiheit dem Menschen Angst. Aus menschlichen Handlungen wird Geschichte, die aber laut Kierkegaard nie frei von Schuld sein kann. Kernstück seiner Schrift ist die Abhandlung über die Erbsünde. Darin bestimmt er den Menschen als ein Doppelwesen, in dem sich die Freiheit mit der Notwendigkeit, Unendlichkeit mit Endlichkeit verbindet. Mit dem Begriff des Augenblicks erhält nach Kierkegaard die Freiheit ihren Bezug zur Zeit. Der Mensch kann Möglichkeiten nutzen oder versäumen; er selbst verwandelt sie durch sein Handeln in Wirklichkeiten. Ein Schritt von der Möglichkeit zur Wirklichkeit erscheint zwar verlockend, weil er in die Freiheit führt, er ist aber immer mit Angst verbunden.
Kierkegaard unterscheidet zwischen Furcht und Angst. Furcht richte sich auf Bestimmtes, Angst bleibe stets unbestimmt. Es ist die Angst vor dem Nichts, das weite Feld des Unbekannten, in dem auch die Möglichkeit zur Schuld liegt.
Wie der Augenblick die Freiheit erst verwirklicht, schafft die Sünde das Selbstbewusstsein. Solange der Mensch unschuldig in Gottes Schoß geborgen ruhe, träume er. Erst mit dem Sprung aus der Unschuld erwache sein Geist und das Bewusstsein von Freiheit und Schuld.
Doch die Angst lähmt nach Kierkegaard nicht nur, sondern enthält die unendliche Möglichkeit des Könnens, die den Motor menschlicher Entwicklung bildet. Entweder verhält sich der Mensch zum Leben ästhetisch und genießend oder ethisch, d.h. verantwortlich und religiös mit enger persönlicher Bindung an Gott.
Aufbau: Die ersten beiden Kapitel bestimmen die Theorie oder Logik der Freiheit (Möglichkeit). Hier begegnet uns die Angst noch als Unschuld, Ahnung und Unwissenheit. Im Kapitel 3 wird die Struktur der Angst beschrieben, um mit dem Begriff des Augenblicks den Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit zu schaffen. Nur in der Zeit kann der Mensch Möglichkeiten ergreifen oder verfehlen. Hier werden die Formen der unbewussten Angst erläutert.
In den Kapiteln 4 und 5 beschäftigt sich Kierkegaard mit den konkreten Formen der Angst, mit der Handlungsfreiheit und ihren Konsequenzen. Die beschriebenen Formen der bewussten Angst unterteilt er in Angst vor dem Guten und Angst vor dem Bösen.
Wirkung: Seine Lebensphilosophie macht Kierkegaard zum Stammvater existenzialistischen Denkens. Seine charakteristische Form fand der Existenzialismus in Deutschland und Frankreich. Besonders die Philosophen des 20. Jahrhunderts untersuchten Phänomene wie Angst, Sorge, Verzweiflung und Schuld (z. B. Ernst R Bloch, Das Prinzip Hoffnung; Hans R Jonas, Das Prinzip Verantwortung). In einer Welt, die sich in Sekundenschnelle vernichten könnte, bekommt die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Angst eine besondere Aktualität. R. J. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Klappentext
In diesem Werk hat Kierkegaard die Bedeutung der Angst in der Geschichte der Persönlichkeit aufgedeckt und damit den Obergang zur tiefenpsychologischen Betrachtung der seelischen Erscheinungen vollzogen. Alle Psychotherapie unserer Zeit bewegt sich auf dem Erkennungsfeld das er hier unserem geistigen Leben erschlossen hat. Die dabei vorgetragenen Beobachtungen über die Dämonisierung des Innenlebens durch die Angst gehören zu den interessantesten Partien seines gesamten schriftstellerischen Werks. Er entwickelt seine Gedanken über die Angst mit dem klaren Bewußtsein wie gefährlich sie der für ihn selbst unaufgeblichen ethischen und religiösen Betrachtung des menschlichen Lebens sind. Der "Begriff Angst" darf wohl als die bedeutendste und vielseitigste Auseinandersetzung Kierkegaards mit der Wissenschaft seiner Zeit angesehen werden. Dem "Begriff Angst" beigefügt ist eine kleine Schrift Kierkegaards mit dem Titel „Vorworte". Diese Schrift zeigt Kierkegaard als satirischen Literaten mit allem Glanz seines Stils und seines Witzes. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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这本书的语言风格呈现出一种奇特的、既古典又带着后现代解构意味的混合体。有时候,它的句子长得像十八世纪的古典乐章,层层叠叠,充满了复杂的从句和修饰语,需要逐字逐句地去梳理其逻辑脉络,仿佛在阅读一份极其精美的古代法律文书。但突然之间,这种华丽的辞藻会戛然而止,取而代之的是一两句极其口语化、甚至有些粗粝的短句,如同在精心编排的交响乐中突然插入了一段刺耳的爵士乐即兴。这种强烈的反差,成功地制造了一种令人不安的阅读体验,让我时刻处于一种轻微的认知失调状态。它拒绝被归类,也拒绝被轻易消化。阅读完毕后,我并没有获得那种“豁然开朗”的满足感,反而有一种被带入迷宫深处,然后被轻轻推出来的怅然若失。这本书更像是一面镜子,它反射的不是我期待看到的清晰影像,而是我试图忽略的那些模模糊糊、难以名状的内心阴影,并且在合上书本后,那种模模糊糊的感觉依然萦绕不去。
评分这本书的结构设计非常别致,它没有传统的章节划分,而是以一系列看似不相关的“场景速写”构成,每一个场景都像是一块独立的拼图。我印象最深的是其中描绘的一场关于“沉默的晚餐”的段落,场景设定在一个灯光昏暗的餐厅里,三个人物,三杯红酒,但整整三页纸的文字,核心内容居然是他们之间从未说出口的话语和那些在空气中震荡的、未被听见的叹息。作者的高明之处在于,他用大量的篇幅去描述环境的微小变化——酒杯上凝结的水珠、侍者走过的频率、背景音乐的音量——来反衬人物内心的巨大风暴。这种“以静制动”的叙事手法,极大地拓展了我对“冲突”的定义,它让我意识到,最剧烈的搏斗往往发生在最平静的表象之下。这本书让我重新审视了日常交流中的“留白”,明白那些未被言说的部分,其重量可能远超那些掷地有声的宣言。它提供了一种全新的“聆听”方式,是那种需要调动全部感官去感受的、深层的共振。
评分我是在一个连绵阴雨的周末,窝在旧沙发里,伴随着窗外滴答的水声开始阅读的。这本书的文字密度高得出奇,每一句话都像是经过了无数次打磨的琥珀,坚硬、透明,却又内含着某种凝固的张力。我注意到作者在处理时间线时表现出一种近乎散漫的自由,过去、现在和一种模糊的“将要发生”的预感,常常在同一个段落内无缝切换,这让阅读过程充满了主动的“重构”工作。读到中间部分时,我甚至不得不停下来,拿出笔在纸上画出人物关系图和事件时间轴,试图跟上作者那跳跃的思维步伐。这绝非一本能让人轻松“消磨时间”的书,它要求读者付出极大的心智能量,去捕捉那些隐藏在句法结构下的微妙暗示。它更像是一场与作者的智力角力,你得时刻保持警惕,生怕错过那些决定性的、如同数学证明般精确的逻辑跳跃。我对作者那种近乎冷酷的、对叙事节奏的绝对掌控力感到既钦佩又有些心悸,仿佛被一个技艺高超的魔术师牵引着,既想看穿谜底,又害怕真相揭晓后的巨大空洞。
评分这本书的封面设计简直是视觉上的享受,那种沉稳的深蓝与边缘微弱的金色勾勒出一种既古典又带着一丝现代疏离感的氛围,让我毫不犹豫地在书店里把它从书架上抽了出来。我本期待着它能是一部探讨存在主义哲学中关于“虚无”与“自由”的深度论述,也许会像萨特或者加缪的某些片段那样,用凝练的笔触直击人性的核心困境。然而,当我翻开第一页,期待中的那种哲学思辨的陡峭山峰并未立刻出现,取而代之的是一种异常细腻的叙事风格,它仿佛在缓慢地铺陈一幅文艺复兴时期的油画,每一个细节——从人物的衣着褶皱到窗外光线的角度——都被描摹得一丝不苟。这让我一开始有些焦虑,心想这不会是一本故作高深,实则内容空洞的“小资读物”吧?但随着阅读的深入,我发现作者的耐心其实是一种更高明的策略。他并非在回避核心议题,而是试图通过对日常琐碎的近乎偏执的捕捉,来构建一个可供读者栖居的“现实基座”,只有在这个足够坚实的基座上,那些潜藏在生活缝隙中的隐秘情绪才能被安全地放置和审视。它更像是一部漫长的、关于“等待”的小说,等待一个爆发点,等待一个顿悟,等待某种必然的坍塌。
评分作为一名长期关注社会变迁的观察者,我原以为这本书会是一部尖锐的社会批判小说,可能会像某些新浪潮作家那样,用粗粝的语言揭露阶层固化或异化现象。然而,这本书的笔触却显得极其内敛和克制,它关注的“问题”不是宏大的社会结构,而是个体在面对“选择的必然性”时所产生的细微裂痕。书中多次出现关于“记忆的可靠性”的探讨,作者似乎对“客观事实”抱持着一种深刻的怀疑态度,他更热衷于挖掘个体在叙述自己过去时所进行的无意识的、近乎艺术化的“修正工程”。读到此处,我开始将其视为一部关于“自我构建”的深度心理学文本,只不过是以文学的形态呈现。它迫使我不断地反思自己记忆中的那些关键节点:我是真的那样经历的,还是我在后来的反刍中,将它塑造成了更符合我当前需要的样子?这种对主观现实的解构,比任何直接的批判都更具穿透力和持久的影响力,因为它动摇的是我们赖以立足的“我是谁”的根基。
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